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29. April 2017

Immobilie: Altersvorsorge und Mietobjekt – was Eigentümer beachten sollten

Die überaus große Nachfrage beim 7. AAB-Immobilienforum bewies einmal mehr, dass der Informationsbedarf beim Thema Wohneigentum ungebrochen hoch ist. Die Nachfrage gerade in Augsburg ist nach wie vor sehr hoch und wird weiter ansteigen. Auch die Mietpreise sind davon betroffen. Die Zinsen werden sich nicht gravierend verändern. Wer eine Eigentumswohnung besitzt und diese vermietet, hat einige Dinge zu beachten, die auf den ersten Blick nicht sofort zu erkennen sind und zu Fallstricken werden können. Zudem möchten die meisten Deutschen im Alter in ihrem eigenen Haus bleiben. Dazu sind Umbaumaßnahmen und Übertragungen notwendig, an die man frühzeitig denken sollte.

Welche Fallstricke der vermieteten Eigentumswohnung es gibt und auf was man achten sollte, das erläuterte Gabriele Seidenspinner, die Geschäftsführerin von Haus & Grund Augsburg. Sehr wichtige Punkte sind dabei die Teilungserklärung und die Gemeinschaftsordnung bei einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Dabei ging sie auf bauliche Veränderungen, wie zum Beispiel einen Wintergarten ein, die einem bei Nichteinhaltung der Gemeinschaftsordnung teuer zu stehen kommen können. Denn hier müsse ein entsprechender Beschluss der Eigentümergemeinschaft vorliegen. Zudem erklärte Seidenspinner, welche Kosten bei der Hausgeldabrechnung umgelegt werden können und welche nicht. Ihr Tipp: Bevor man eine Eigentumswohnung kauft, sollte man kalkulieren, welche Kosten auf einen zukommen und dann abwägen, ob es sich lohnt. Gerade eine anstehende Modernisierung kann teuer werden. Beachten müssten Vermieter auch, dass ein Kauf die Miete nicht bricht, so Seidenspinner. Das heißt, bei einem Kauf einer Wohnung hat man keinen Anspruch auf Änderung eines bestehenden Mietvertrags. Auch eine Kaution müsse unbedingt umgeschrieben werden. Haus & Grund vertritt die Interessen der Immobilieneigentümer und steht gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Wie man seine Immobilie im Alter schon heute richtig plant und was man dabei alles beachten muss, erläuterte Florian Schreck von der S. Schreck Immobilien u. Wohnbau GmbH. Dabei ging er zuerst auf die Situation in Deutschland ein: „Unsere Gesellschaft wird deutlich altern. Der Generationenvertrag wird nicht mehr funktionieren. Eine selbstständige Altersvorsorge ist unabdingbar.“ Er skizzierte die Situation vieler Eigentümer, die in der Immobilie leben, die früher von der ganzen Familie genutzt wurde. Die Kinder sind aus dem Haus, man lebt dort nur noch zu zweit. Und man ist agil und fit und möchte sich mit Dingen wie eine frühzeitige Überschreibung des Hauses an die Kinder und einen altersgerechten Umbau noch gar nicht beschäftigen. Viele verdrängen das Thema Alter und sprechen auch nicht darüber. Wenn dann plötzlich ein Notfall eintritt, geraten die Betroffenen unter Zeitdruck und wissen nicht, was zu tun ist. Deshalb gibt Schreck den Tipp: „Sprechen Sie rechtzeitig miteinander und erstellen Sie einen Hausordner!“ Dabei erläuterte der Immobilienfachwirt, welche Unterlagen hier abgelegt sein sollen. Entscheidet man sich, sein Haus altersgerecht umzubauen, müsse man auf einen breiten Zugang zum Eingang, die richtige Treppensituation, die Böden, das Badezimmer und vieles mehr achten. Und man müsse aufpassen: „Mietfrei ist nicht gleich kostenfrei!“ Deshalb gab Schreck den Tipp, jeden Monat einen gewissen Betrag als Rücklage zur Seite zu legen. Zudem ging er auf wichtig Sicherheiten wie Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung ein. Es bestehe auch die Möglichkeit, sein Haus zu vermieten, zu verschenken oder zu verkaufen und sich zu verkleinern. Für die aktuelle Situation im Raum Augsburg sieht Schreck einen dynamischen Markt aufgrund interessanter Rahmenbedingungen für Käufer und Verkäufer, mit einer deutlichen Angebotsverknappung und weiter steigenden Preisen.

Wer sein Geld nicht nur in Immobilien anlegen möchte, der sollte sich an die Faszination des Goldes halten, so Markus Kreuzer von der ABB in seinem Vortrag. Als erstes ging er auf die Geschichte des Goldes anhand eindrucksvoller Zahlen ein. Bisher wurden zum Beispiel 170.000 Tonnen Gold geschürft. Wer früher viel Gold besaß, galt als unsterblich. Der Vorteil von Gold liegt laut Kreuzer darin, dass es hier keine Emittenten gibt, die ausfallen könnten. Goldmünzen und Barrengold sind eine clevere Wertanlage und ein internationales Zahlungsmittel. „Wenn die Aktienkurse fallen, steigt in dem Maße das Gold im Wert!“ Kreuzer ging auf die Vorteile von Gold ein, das in jedem Depot eine interessante Anlage sei. Gold schützt vor Kaufkraftverlust und gewinnt in unruhigen Zeiten. Ziemlich einmalig und einzigartig in Augsburg ist bei der AAB, dass das Gold im Depotbestand dem Kunden auf Wunsch auch jederzeit ausgehändigt werden kann. Bei der Augsburger Aktienbank gibt es somit „physisches Gold“ oder „Gold ins Depot“. Sein Fazit: Gold ist immer eine gute Wahl – und am Besten immer bei der AAB.

Der tosende Applaus zum Schluss des Abends zeigte das große Interesse an den Themen – speziell für Eigentümer und Vermieter. Zahlreiche Besucher gingen im Anschluss auf die drei Referenten zu, um gezielt Fragen zu stellen. Einmal mehr wurde deutlich, dass die Bank mit ihrer Vortragsreihe genau die Bedürfnisse von Kunden und Interessenten abdeckt.


Die Bank, die neue Wege geht.